Aktuelles

Begleitprogramm

Vorträge

Dienstag, 07. Oktober 2008 um 19.30 Uhr

Prof. Dr. Wolfram Brandes, Universität Frankfurt

„Das byzantinische Syrien vom 5. Jh. bis zur arabischen Eroberung“

Neben Ägypten zählte Syrien zu den reichsten oströmischen Provinzen, dem byzantinischen Reichs. Wirtschaftlich zählt es zu den profitabelsten Zentren; das fruchtbare Gebiet macht es zu einer der wichtigsten Kornkammern; zudem ist es Kontenpunkt der Karawanenrouten aus dem Fernen Osten in den Mittelmeerraum. Besonders diese Blütezeit – vor der arabischen Eroberung – wird in dem Beitrag hervorgehoben.


Dienstag, 04. November 2008 um 19.30 Uhr

Prof. Dr. Dorothea Weltecke, Universität Konstanz

„Christen in Syrien vom 8. bis 12. Jahrhundert“

Die Geschichte der Christen in Syrien hört mit der muslimischen Eroberung keineswegs auf. Im 8. bis 12. Jahrhundert lebten Christen in Syrien unter muslimischer und byzantinischer Herrschaft und schließlich auch unter der Oberherrschaft europäischer Fürsten; sie beteiligten sich an Wirtschaft und Handel, stellten Ärzte und Notare an den Höfen und waren Teil des Lebens in der Stadt und auf dem Land. Die unterschiedlichen christlichen Konfessionen und Gruppen in Syrien mit ihren unterschiedlichen Sprachen, theologischen und liturgischen Traditionen reagierten je unterschiedlich auf die neuen Bedingungen und entwickelten ihre eigenen Kulturen weiter. Dieser Vortrag gibt einen Einblick in die Vielfalt christlichen Lebens auch in der späteren Epoche.


Dienstag, 25. November 2008 um 19.30 Uhr

Prof. Dr. Heinrich Schmidt, Oldenburg
„Christianisierung in Nordwestdeutschland“

Nordwestdeutschland – eine Region mit zahlreichen kulturellen Einflüssen gestern wie heute; Sachsen, Friesen, Franken, sie alle haben zur Christianisierung dieses Gebietes beigetragen, die im frühen Mittelalter, genauer im 9./10. Jh. beginnt. Urkunden, historische Aufzeichnungen und Originalquellen, das sind die Grundlagen für diesen spannenden und regionalen Vortrag.


Dienstag, 09. Dezember 2008 um 19.30 Uhr

Prof. Dr. Udo Steinbach, Berlin

„Christen im Nahen Osten“

Durch das 20. Jh. hindurch sind die Christen im Nahen Osten wiederholt Opfer der zahlreichen inneren wie äußeren Konflikte geworden. In einem historischen Rückblick stellt Prof. Steinbach Licht und Schatten der Geschichte heraus, widmet sich den Entwicklungen im 19. Jh. – geprägt durch Neuanfang wie Belastungen – und legt einen Schwerpunkt in die Internationale Aufmerksamkeit.


Dienstag, 20. Januar 2009 um 19.30 Uhr

Kultureller Wandel: Archäologische Belege über die Christianisierung Nordwestdeutschlands

Mit den Sachsenkriegen Karls des Groflen begann ab der Mitte des 8. Jh. eine breit angelegte Christianisierung. Die archäologisch sichtbarsten Kennzeichen dieser Zeit finden sich auf den Gräberfeldern. Die Bewohner der Region sollten ihre Toten nicht mehr bei den "Hügeln der Heiden" bestatten und stattdessen Friedhöfe an den neu errichteten Kirchen gründen. Der Vortrag widmet sich den Auswirkungen des Wandels in der religiösen Zugehörigkeit und den Konsequenzen für den Alltag der Menschen.