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Kulturkontakt – Kulturentwicklung

Die Eroberung durch arabische Stämme in den Jahren 634 – 636 bedeutete das Ende der byzantinischen Herrschaft, aber nicht des Christentums in dieser Region. Bis heute gibt es in Syrien neben der überwiegend muslimischen Bevölkerung eine starke christliche Minderheit, deren Wurzeln bis in die frühchristlichen Anfänge zurückreichen. Das Fortleben des Christentums und die Weiterentwicklung vieler handwerklicher Traditionen verdeutlichen ausgewählte Objekte aus der Zeit bis zum 12. Jahrhundert.

Die Alltagskultur, das wirtschaftliche, soziale wie kulturelle Leben änderte sich trotz dieser „schnellen“, zwei Jahre andauernden Eroberung jedoch nur allmählich. Das Christentum lebte fort, Kirchen und Klöster blieben weitgehend bestehen – die letzten Hinweise auf die Errichtung neuer Sakralbauten sind für das 9./10. Jahrhundert zu belegen. All das geschieht neben dem sich schnell unter der Bevölkerung ausbreitenden Islam.

Lediglich ein wirtschaftlicher Niedergang ist auf dem Lande zu verzeichnen und ursächlich auf die veränderten Rahmenbedingungen der Siedlungen und Kontakte zum Mittelmeerraum zurückzuführen. Die für Syrien typischen Handwerkskünste, die im Besonderen die Keramik- und Glasherstellung sowie die Goldschmiedekunst umfassen, entwickelten sich in eigenständiger Weise weiter und trugen damit entscheidend zur Ausprägung der umayyadischen Kultur bei.