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„Die Kunst der frühen Christen in Syrien“

eine Sonderausstellung, die sich dem frühchristlichen Kunsthandwerk Syrien in der Zeit der byzantinischen Herrschaft vom 4. bis zum 7. Jahrhundert widmet. Mit einem zusätzlichen Ausblick auf die weitere Entwicklung bis zum 10./11. Jahrhundert umfasst sie Themengebiete wie beispielsweise Goldschmiedekunst, Sakralarchitektur oder Glas- und Keramikhandwerk.

Kunstvolle Objekte stehen dabei ebenso im Vordergrund wie Gegenstände des alltäglichen Lebens. Erzeugnisse des Kunsthandwerks sind Spiegel der gesellschaftlichen Veränderungen, die Syrien mit der Ausbreitung des Christentums, in der Zeit der byzantinischen Herrschaft und nach der arabischen Eroberung erlebte. Darüber hinaus zeigen die Exponate Aspekte der syrischen Handwerkstradition, die zur Entwicklung der christlich-byzantinischen Kunst beigetragen haben. Verziert mit Zeichen, Bildern und Symbolen geben sie Einblicke in die Entwicklung der syrischen Kultur in einer Zeit, als das Christentum zur Staatsreligion des Kaiserreichs von Byzanz wurde, zu dem Syrien gehörte.

Ein internationales Projekt

Die Sonderausstellung „Die Kunst der frühen Christen in Syrien“ präsentiert etwa 180 Objekte aus den Nationalmuseen in Damaskus und Aleppo, die um weitere Exponate aus bedeutenden deutschen Sammlungen in Berlin, München und Jena ergänzt werden.

Die Ausstellung ist vom 18. September 2008 bis zum 25. Januar 2009 im Landesmuseum Natur und Mensch in Oldenburg zu sehen.

Mit dieser Sonderausstellung widmet sich das Landesmuseum erneut einem wichtigen Aspekt der internationalen Archäologie und Geschichte: Syrien als Knotenpunkt der Kulturen und der Begegnung von Orient und Okzident im Mittelmeerraum. Mit diesem Thema setzt das Landesmuseum die Reihe erfolgreicher Ausstellung wie „Damaskus und Aleppo. 5000 Jahre Stadtentwicklung in Syrien“, „Saladin und die Kreuzfahrer“ oder „Kaiser Friedrich II. (1194-1250). Welt und Kultur des Mittelmeerraums“ fort.

Projektleitung: 

Prof. Dr. Mamoun Fansa
Leitender Museumsdirektor
Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg

Wissenschaftliche Bearbeitung:

Dr. Beate Bollmann
Oldenburg

Wissenschaftliche Beratung:           

Prof. Dr. Tilo Ulbert
ehem. Direktor des Deutschen Archäologischen Instituts
Damaskus und Madrid